Chronik einer Abschiebung
Als die Terrormiliz IS im Sommer 2014 in den Nordirak einfällt, überlebt Familie Qasim nur knapp. Sie sind Jesiden und gehören zu der Bevölkerungsgruppe, die der IS in diesem Krieg gezielt ermordet, entführt und versklavt.
Erst viele Jahre später gelingt dem Ehepaar mit den vier Kindern die Flucht nach Deutschland – dorthin, wo die Politik Jesid:innen öffentlich Schutz versprochen hatte.
Doch nun droht ihre Abschiebung. Sie seien Wirtschaftsflüchtlinge heißt es jetzt, ihre Heimat sei mittlerweile wieder sicher. Familie Qasim reicht Klage gegen den Ablehnungsbescheid ein.
Mehr als anderthalb Jahre lang begleiten wir die Familie, besuchen sie zu Hause im brandenburgischen Lychen, sprechen mit ihren Anwälten und sind bei den Terminen mit der Ausländerbehörde dabei und reisen sogar in den Irak, in die Heimat der Qasim. Über allem schwebt stets die Frage: Darf die Familie in Deutschland bleiben?
Chronik einer Abschiebung ist ein 4-teiliger Doku-Podcast.
Audio
Jesiden im Irak
Im Stich gelassen und vom IS verfolgt
2014 verübte die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ im Nord-Irak einen Völkermord an den Jesiden. Heute lebt der Großteil in Flüchtlingscamps. In ihrer Heimat Sinjar ist vieles zerstört, der Wiederaufbau lahmt und die IS-Miliz ist weiterhin aktiv.
Reportage (15 Minuten)
Geflüchtete Frauen in Deutschland
Die Vergessenen
Der Krieg in der Ukraine rückt ein Thema in den Fokus, das bislang zu wenig Aufmerksamkeit bekam: Frauen auf der Flucht. Doch das ist nicht neu. Schon seit Jahren ist weltweit rund die Hälfte der Geflüchteten weiblich.
Feature (52 Minuten)
Homosexualität in Jerusalem
Die letzte Bar für freie Liebe
Die kleine Bar „Video“ ist etwas Besonderes im von religiösen Hardlinern bestimmten Jerusalem. Hier tanzen, trinken und flirten viele Menschen miteinander, egal ob hetero- oder homosexuell, egal ob Jude oder Muslim. Ungefährdet ist die Bar aber nicht.
Reportage (15 Minuten)